Meinrad Neunkirchner

Wenn ein Koch bei Eckart Witzigmann im legendären Münchner Restaurant Aubergine und in französischen Spitzenrestaurants wie Troisgros oder Marc Meneau gearbeitet hat und später in Österreich selbst mit drei Hauben ausgezeichnet wurde, dann stellt man sich darunter einen Herrn in gestärkter Kochjacke mit eingesticktem Namen und großen Gesten vor.

Auf Meinrad Neunkirchner trifft genau dieser Werdegang zu, aber von Dünkel hält der gebürtige Wiener gar nichts. Schon eher von Wildpflanzen und heimischen Produkten, die oft rar sind oder nur kurz Saison haben. Dank guter Beziehungen zu seinen Lieferanten gibt’s dann mal eine Kiste Krebse aus Niederösterreich oder Gemüseraritäten, deren Namen unbekannt oder unerhört komisch klingen können. Das kann aber auch ein Steigerl Wildkirschen sein oder Wurzeln, mit denen sonst niemand etwas anzufangen wüsste.

So kommen die Gäste des Freyenstein in den Genuss von Neunkirchners kreativer Küche, die hier ganz unkompliziert und ohne Abendkleidung erlebt werden kann. Warum im Freyenstein selbst ein gewöhnlich aussehender Gurkensalat so gut schmeckt, gehört zu den Geheimnissen des Meisterkochs. Sie hören auf Namen wie Hollerblütenessig, Löwenzahnsirup, Waldkerbelöl oder kandierte Hagebutten.

Meinrad Neunkirchner empfiehlt den Gästen des Freyenstein das wohlfeile Menü, das aus rund einem Dutzend kleinen Gerichten in fünf Gängen besteht. Es ändert sich jeden Tag und macht auf eine angenehme Art abhängig. Sagen die Gäste.

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Gourmetgasthaus Freyenstein ©thomas apolt_0020-19